Fritz Müller – erster Pfarrer der evangelischen Kirche in Lauta (Dr. Gabriele Schluttig)

Das Jahr 1917. In diesem Jahr begann die VAW (Vereinigte Aluminiumwerke AG) mit dem Aufbau eines Aluminium- und Kraftwerkes an einem Standort in der Lausitz, der den Namen „Lautawerk“ erhielt. Hier, mitten im Wald, sollte das größte europäische Aluminiumwerk entstehen, das, kriegsbedingt, die gesamte Herstellung vom Rohstoff Bauxit bis zum Reinmetall Aluminium als Ersatz für Kupfer leisten sollte.
Dazu wurden deutschlandweit Arbeitskräfte angeworben und neben dem Bau der Werksanlagen wurde es erforderlich, Unterbringungsmöglichkeiten für die Angestellten und Arbeiter zu schaffen. Dies bedeutete jedoch auch, den Bewohnern hinsichtlich ihrer Versorgung, ihrer schulischen und auch konfessionellen Bedürfnisse entgegenzukommen.

Am 21.5.1919 wurde Friedrich Müller als evangelischer Hilfsprediger nach Lautawerk entsandt.

Hermann Friedrich Wilhelm Müller wurde am 11.3.1889 in Berlin geboren. Bereits als Kind, nach einer lebensgefährlichen Erkrankung, fasste er den Entschluss, Pfarrer zu werden. Sein Studium der Evangelischen Theologie wurde durch den 1. Weltkrieg, an dem er als Heeressoldat teilnehmen musste, unterbrochen. Er schloss sein Predigerseminar in Naumburg am Queis (Ortschaft im heutigen Polen) ab und trat seine erste Pfarrstelle in Lautawerk an.

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Was erwartete ihn hier?

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Fragmente eines Lebens: die autobiografischen Erinnerungsbücher des Uwe Mahrholz – Teil 1 (Michael Peter Schadow)

Ein Mann springt auf einen fahrenden Güterzug. Behutsam hat er sich zuvor angenähert, denn der stählerne Koloss schiebt sich nur an ganz bestimmten Stellen langsam genug dafür durch die graue Landschaft. Außerdem sind da noch die Wächter, die Transportpolizisten, welche mit geladenen Waffen zur Sicherung der wertvollen Ladung postiert sind.
Als der Familienvater nach einem beherzten Sprung auf einer schmalen Plattform des Zuges steht, öffnet er vorsichtig die Ladeluke eines Waggons. Sofort rieselt und kullert es auf die Gleise – das schwarze Gold: frisch gepresste Kohlebriketts, direkt aus der Fabrik. Gekonnt verlässt der flinke Gast den Güterzug mit einem Sprung auf den Bahndamm. Nun kann es beginnen, das Kohlelesen.

Buchcover Uwe Mahrholz: Ich bin da! (Foto: M. P. Schadow, mit freundlicher Genehmigung von U. Mahrholz)

Buchcover Uwe Mahrholz: Ich bin da! (Foto: M. P. Schadow, mit freundlicher Genehmigung von U. Mahrholz)

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Friedrich (Fritz) Constantin aus Lauta (Dr. Gabriele Schluttig)

In vielen Städten und auch kleineren Orten werden Straßen nach Persönlichkeiten benannt, die entweder in diesem Ort geboren wurden oder im Verlauf ihres Lebens eine wichtige Rolle für diesen Ort spielten. Auch unsere Stadt Lauta hat eine Reihe von Straßen, deren Namen sich auf Personen beziehen, welche die Stadt auf diese Weise ehren will. Als Beispiel sei hier der „Constantinplatz“ genannt.

Straßenschild: der Constantinplatz in Lauta (Foto: Gabriele Schluttig)

Straßenschild: der Constantinplatz in Lauta (Foto: Dr. Gabriele Schluttig)

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