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Beiträge zur Geschichte der Stadt Lauta/ Niederlausitz und ihrer Ortsteile

Kategorie: Allgemein

Historisches Fundstück: Predigt zur Einweihung der evangelischen Kirche Lautawerk, gelesen am vierten Advent 1924

Am vierten Advent 1924 wurde die evangelische Kirche in Lautawerk geweiht. Pfarrer Friedrich Müller (1889-1942) hielt zu diesem Anlass seine erste Predigt im neuen Gotteshaus.
Da dem Kirchenarchiv Lauta-Dorf nur eine (aus papiertechnischen Gründen) nicht leicht zu lesende Kopie vorliegt, diese Predigt aber wichtig ist, nicht nur als Einweihungspredigt, sondern aufgrund ihrer Aussagen, wurde sie für diesen Beitrag übertragen.

»Soll so unsere Kirche der Ort sein, da Gottes Ehre wohnt, dann wird sie unsere Gemeinde nicht nur räumlich in ihren Mauern vereinigen, sondern ihr ein Wahrzeichen innerster Zusammengehörigkeit werden.«

Das da von Anfang war,
das wir gehöret haben,
das wir gesehen haben mit unseren Augen,
das wir beschauet haben
und unsere Hände betastet haben
vom Wort des Lebens.
und das Leben ist erschienen
und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen
euch das Leben,
welches war bei dem Vater,
und ist uns erschienen:
Was wir gesehen und gehöret haben,
das verkündigen wir euch,
auf dass auch ihr mit uns Gemeinschaft habt;
und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater
und mit seinem Sohn Jesu Christo.
Und solches schreiben wir euch, auf dass eure Freude völlig sei!
(1.Joh. 1-4)

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Kurzabriss der Geschichte Johannisthals (Sebastian Grosser)

Einführung

Der im Folgenden beschriebene Ortsteil Johannisthal ist ein naturräumliches Kleinod aus sanften Hügeln, Kiefern- sowie Birken- und Eichenbeständen im Nordwesten des Landkreises Bautzen an der Landesgrenze zu Brandenburg. Begrenzt wird es im Süden von Leippe, im Osten von Torno und im Westen/Nordwesten von den Tagebaurestlöchern Heide V und Heide VI. Johannisthal wird geologisch der Hohenbockaer Hochfläche zugeordnet und entstand während der zweiten Elstereiszeit, wobei die Gletscher hier intensive Aufstauchungen der tertiären Bodenschichten verursachten. Dadurch konnten Rohstoffe wie Ton, Glassand und Braunkohle in eine oberflächennahe und wirtschaftlich abbaubare Position gebracht werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Der heilige Laurentius und das Wappen der Stadt Lauta – Bemerkungen zum Laurentiustag 2016 (Michael Peter Schadow)

Noch heute finden sich Spuren der Märtyrer des frühen Christentums – und das nicht nur in Kirchen. Eine dieser Spuren führt uns zum Wappen der Stadt Lauta: Hier ist ebenfalls ein Märtyrer dargestellt, der gleichsam als Heiliger verehrt wird. Gemeint ist der heilige Laurentius von Rom (?-10.8.258), der auf einer Glocke dargestellt ist. Was wissen wir aber über den heiligen Laurentius? Was bedeutet diese Glocke? Und warum taucht Laurentius im Wappen unserer Stadt auf?
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Die Stadt und Region Lauta – ein Überblick (Kathleen Häußer-Beciri)

Zur Einführung möchte ich einen kurzen Überblick über die Stadt und Region Lauta geben. Historische Besonderheiten sollen an dieser Stelle nicht detailliert beleuchtet werden – dazu wird es zukünftig zu verschiedenen Themen weitere Artikel geben. Da es nicht ausschließlich um Lauta gehen soll, sondern auch die Ortsteile Laubusch, Lauta-Dorf und Leippe-Torno in die Betrachtungen mit einbezogen werden, habe ich bewusst den Begriff „Region“ Lauta gewählt. Den Rest des Beitrags lesen »

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Liebe Leserin, lieber Leser!

Für all diejenigen unter Ihnen, die glauben, die Regionalgeschichte der Stadt Lauta und ihrer Ortsteile sei bereits umfassend aufgearbeitet, denn es gäbe ja schließlich schon je eine Chronik über Lauta, Laubusch und Leippe-Torno, für die habe ich eine schlechte Nachricht: Nein, in Lauta und Umgebung schlummern noch meterweise Aktenbestände, die unsere Geschichte dokumentieren. Diese Quellen legen Zeugnis ab über eine Geschichte, die, beispielsweise im Fall des alten Dorfes Lauta, bis ins späte Mittelalter zurückreicht. Ich denke da besonders an die Pfarrämter, die ehemaligen Gemeindeverwaltungen in Torno und Laubusch oder an das Stadtarchiv. Aber auch Interviews, Pläne, Karten, Bücher, private Aufzeichnungen und Nachlässe kommen als Quellen in Frage, ganz abgesehen von der Flut an Bildern und Fotografien aus dem 20. Jahrhundert. Dabei ist stets zu beachten, dass jede Generation, jede Zeit, jedes politische System ihre eigenen Fragen an unsere Geschichte formuliert.
Aus diesem Grunde kann etwa das Buch über Lauta, ausgearbeitet von einer Autorengruppe, aus den 1990er Jahren stammend und rund 100 (!) Seiten umfassend, keinen zeitgemäßen Einblick in die Stadt- und Regionalgeschichte bieten. Diesem Anspruch werden – aus meiner Sicht – derzeit nur zwei Publikationen annäherend gerecht: Erstens, die Dissertationsschrift von Peter J. Belli aus dem Jahre 2012, der die Geschichte des Lautawerkes (Vereinigte Aluminium-Werke AG) von 1917 bis 1948 mit großer Akribie nachzeichnet. Und, zweitens, die als Geschichtsbuch angelegte Ortschronik der ehemaligen Gemeinde Leippe-Torno (erschienen 2013), erarbeitet von der langjährigen Ortschronistin und ehemaligen Bürgermeisterin, Gisela Ehrlich, unter Mitarbeit vieler geschichtsinteressierter Bürgerinnen und Bürger der jetzigen Ortsteile Leippe und Torno innerhalb der Stadt Lauta.
Dennoch habe ich für alle Geschichtsinteressierten und Heimatverbundenen in Lauta, Laubusch, Leippe, Torno und Lauta-Dorf auch eine gute Nachricht:

Dieses Weblog wird ab 1. August 2016 in regelmäßigen Abständen Beiträge zur Regionalgeschichte der Stadt Lauta/ Niederlausitz und ihrer Ortsteile publizieren.

Dazu hat sich eine Gruppe von 5 Personen gebildet. Zu den einzelnen Mitwirkenden finden Sie unter dem Menüpunkt »Beitragende« nähere Informationen. Sollten Sie ebenfalls Interesse an einer Mitarbeit in unserem Zeitenleser-Projekt haben, so können Sie sehr gern Kontakt mit mir aufnehmen (vgl. Menüpunkt »Kontakt«). Für weiterführende Informationen über die Regionalgeschichte unserer Stadt und ihrer Ortsteile soll unter dem Menüpunkt »Literatur« eine fortlaufende Literaturliste angelegt werden.
Geplant sind eine kurze Einführung zu unserer Stadt und ihren Ortsteilen (Kathleen Häußer-Beciri) sowie Beiträge über Johannisthal (Sebastian Grosser), den Raum und die Grenzen unserer Stadt/ Region (Monika Tschöke). Ferner soll sich einer unserer ersten Artikel mit dem grundsätzlichen Sinn einer solchen Geschichte der Region Lauta befassen (Michael Peter Schadow).

Lassen Sie sich also überraschen und schauen Sie wieder vorbei!

Eine schöne Sommerzeit wünscht Ihnen im Namen des gesamten Zeitenleser-Teams

Ihr

Michael Peter Schadow