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Beiträge zur Geschichte der Stadt Lauta/ Niederlausitz und ihrer Ortsteile

Monat: Mai, 2018

Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Ankündigung Symposium

Ansichtskarte: Gruß aus Leippe (Michael Peter Schadow)

Ansichtskarte aus Leippe um 1916 (Foto; Archiv Familie Strauch)

Buchtipp: Lauter Lautaer Geschichten (Michael Peter Schadow)

101 Jahre Lauta: ein Ort und seine Jubiläen

  

Wenn man die Geschichte nicht kennt,

bleibt man auf immer ein Kind,

das nie erwachsen wird!

 

Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

 

Noch immer ist die Zahl jüngerer Publikationen und Initiativen zur Geschichte Lautas äußerst dürftig und vieles liegt bislang im Dunkel der Geschichte verborgen. Die breite historische Aufarbeitung steht also noch am Anfang.

So hat es zwar in der Vergangenheit an historischen Jubiläen in unserem Ort nicht gefehlt, deren öffentlichkeitswirksame Begleitung zumeist auf Initiativen von einzelnen Personen bzw. Arbeitsgruppen zurückzuführen war: Etwa als von 18. – 20. September 1948 die 500-Jahrfeier des Dorfes Lauta stattfand. Damals ging man noch davon aus, dass Lauta erstmals 1446 urkundlich erwähnt wurde, und zwar in einer Verpfändungsurkunde des Herren Hans von Polenz. Auch unter den schwierigen Nachkriegsbedingungen und mit zeitlicher Verzögerung nahm man sich die Zeit, dieses Jubiläum zu begehen, wobei auch eine kleine Festschrift entstand. Ebenso spielte die unmittelbare Vergangenheit um das ab 1917 entstandene Lautawerk dabei eine nicht geringe Rolle. Es zeigt sich anhand der Festschrift deutlich, wie eng das ursprüngliche Dorf Lauta mit der heranwachsenden Industriesiedlung Lautawerk verknüpft ist – und das betrifft nicht nur den Namen, sondern vor allem auch jene politische Einheit, die heute Realität ist.

Im Jahr 1999 erfolgte indes die offizielle 625-Jahrfeier, denn inzwischen hatte man in einem Zinsregister des Klosters Sankt Marienstern zu Panschwitz-Kukau eine frühere Ersterwähnung des Dorfes Lauta ausgemacht, die auf das Jahr 1374 zurückgeht. Besonders hervorzuheben ist dabei das Wirken des inzwischen verstorbenen Historikers Waldemar Waade, einem ehemaligen Bürger der Stadt Lauta. Waade hat nicht nur ein Konvolut an Manuskripten zur Geschichte Lautas hinterlassen, sondern er regte bereits damals eine weiterführende geschichtliche Aufarbeitung an.

Da Lauta seit dem Jahr 1965 offiziell als „Stadt“ gilt, erlebte die Stadt 2015 ein weiteres Jubiläum: die Verleihung des Stadtrechts vor 50 Jahren. Dazu fertigte Kathleen Häußer-Beciri, damals im Dienst der Stadtverwaltung stehend, eine mehrteilige historische Ausstellung an. Die sorgfältig erarbeitete und auf einer breiten Quellenbasis stehende Schau deckte ein breites Themenspektrum ab. Sie wurde im »Lautech«-Gebäude gezeigt und lagert seither in den Archiven der Stadtverwaltung.

In der Gegenwart angekommen, müssen wir feststellen, dass ein weiteres Jubiläum vorüber ging, ohne das davon gebührend Notiz genommen wurde. Ich meine den Beginn des Baugeschehens zum Aluminiumwerk im März 1917 und die damit verbundene Errichtung der Siedlung Lautawerk.

Das Titelbild des neuen Buches von Dr. Gabriele Schluttig.

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Ab wann gab es in Leippe eine Schule? (Michael Peter Schadow)

Wo eine Schule ist, da ist Leben. Dort gibt es Familien mit Kindern, dort gibt es Lehrer. So auch im Ortsteil Leippe.  Wie Frau Ehrlich in ihrer Chronik von Leippe-Torno ausführt, beginnt jenes „Schul-Protocoll“, das in den Räumen der Ortschronik Torno vorliegt, im Jahre 1827. Gleichzeitig geht aus diesen chronikartigen Aufzeichnungen und dem überlieferten Schülerverzeichnis hervor, dass es schon vor 1827 einen regelmäßigen Schulbetrieb gegeben haben muss.

Schiefertafel (Foto: Devannath on Pixabay.com)

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