Fragmente eines Lebens: die autobiografischen Erinnerungsbücher des Uwe Mahrholz – Teil 1 (Michael Peter Schadow)

Ein Mann springt auf einen fahrenden Güterzug. Behutsam hat er sich zuvor angenähert, denn der stählerne Koloss schiebt sich nur an ganz bestimmten Stellen langsam genug dafür durch die graue Landschaft. Außerdem sind da noch die Wächter, die Transportpolizisten, welche mit geladenen Waffen zur Sicherung der wertvollen Ladung postiert sind.
Als der Familienvater nach einem beherzten Sprung auf einer schmalen Plattform des Zuges steht, öffnet er vorsichtig die Ladeluke eines Waggons. Sofort rieselt und kullert es auf die Gleise – das schwarze Gold: frisch gepresste Kohlebriketts, direkt aus der Fabrik. Gekonnt verlässt der flinke Gast den Güterzug mit einem Sprung auf den Bahndamm. Nun kann es beginnen, das Kohlelesen.

Buchcover Uwe Mahrholz: Ich bin da! (Foto: M. P. Schadow, mit freundlicher Genehmigung von U. Mahrholz)

Buchcover Uwe Mahrholz: Ich bin da! (Foto: M. P. Schadow, mit freundlicher Genehmigung von U. Mahrholz)

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Die Gartenstadtsiedlung Lauta-Nord – Teil 1 (Kathleen Häußer-Beciri)

Was ist eine Gartenstadt? – Der Ursprung der Gartenstadtbewegung

Die Gartenstadt ist ursprünglich ein von dem Briten Ebenezer Howard (1850-1928) im Jahr 1898 in England entworfenes Modell einer planmäßigen Stadtentwicklung als Reaktion auf die schlechten Wohn- und Lebensverhältnisse sowie die horrend steigenden Bodenpreise in den stark gewachsenen Großstädten. Umgangssprachlich wird der Begriff „Gartenstadt“ jedoch oftmals für besonders begrünte Städte verwendet, was aber nicht dem eigentlichen Fachbegriff entspricht.

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